Museen in und rund um Rhein-Main

Senckenberg-Museum Frankfurt

Foto: Tränckner / Senckenberg-Naturmuseum (c)

Ein Museum zu besuchen, kann heutzutage unglaublich spannend sein. Der Begriff „Museum“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bezeichnete einen Tempel der Musen, welche Schutzgöttinnen der Künste, Kultur und Wissenschaften waren. In früheren Zeiten war die Hauptaufgabe von Museen, alte Schätze und Sammlungen darzustellen. Museen haben sich inzwischen ein klein bisschen verändert und heute haben viele engagierte Menschen das Museum oft zu einem Erlebnisort werden lassen.

In und um Rhein Main gibt es eine riesige Auswahl an weltbekannten Museen mit hervorragenden Ausstellungen. Das Museumsufer am Main in Frankfurt beeindruckt mit einer ganzen Perlenkette an herausragenden Museen, die man nicht an einem Tage besuchen kann. Und zwischen den Museumsbesuchen kann man immer wieder den schönen Ausblick auf die Skyline Frankfurts geniessen oder einfach ein paar Meter nach Alt-Sachsenhausen um die Ecke schlendern und regionale Küche erfahren. Dazu locken im Zentrum weitere Highlights wie das weltbekannte Schirn mit überregionalen Kunstausstellungen in der Nähe des Römers oder das ebenfalls weltbekannte Senckenberg-Naturmuseum in der Nähe des Messeturms mit grandiosen Einblicken in die frühere Geschichte unserer Erde unter anderem mit beeindruckenden Dinosauriern (siehe Bild oben).

Druckerwerkstatt im Gutenberg-Museum

Foto: Druckerpresse. Foto: D.Bachert / Gutenberg-Museum (c)

In Mainz wartet der „Man of Millenium“, wie ihn amerikanische Journalisten kürten, in Form des Gutenberg-Museums. Diese Erfindung Mitte des 15. Jahrhunderts hat die Welt revolutioniert durch den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Inspiriert durch eine Weinpresse, wie sich das für Mainz als Weinregion gehört. Aber Mainz hat noch weitere Museen zu verzeichnen, zum Beispiel das ebenfalls weltbekannte Römisch-Germanische Zentralmuseum oder das dazugehörige Museum für antike Schifffahrt, welches unter anderem Rekonstruktionen der „Römerschiffe“ am Rhein zeigt.  

Wiesbaden lockt unter anderem mit dem Hessischen Landesmuseum in den Sparten Kunst und Natur und bedeutenden Ausstellungen z.B. der Expressionisten. Darmstadt hat sich als Jugendstilzentrum einen Namen gemacht und auf der Mathildenhöhe wartet die Künstlerakademie. Und Offenbach war einst die Lederstadt Deutschlands, dessen besonderen Werkstoff man im Ledermuseum erkunden kann.

Von A wie Altertum oder Archäologie bis Z wie Zoologie

Von Altertum über Geschichte, Kunst, und Technik bis hin zu Naturkunde und Zoologie. Die Bandbreite ist gewaltig und jeder kann sein ganz bestimmtes Interessengebiet finden. Viele Museen haben sich zu Erlebnis-Museen weiterentwickelt, bei denen man mitmachen und viele Phänomene selbst erarbeiten oder hautnah erleben kann. Zum Beispiel war das Mathematikum in Giessen das erste Mitmachmuseum der Welt. Die Techniker unter Euch kommen vielleicht auf ihre Kosten in einem der Verkehrsmuseen mit Eisenbahnen oder Strassenbahnen in Frankfurt oder Darmstadt oder auch im sehr imposanten TECHNOSEUM in Mannheim und den weiteren grossen Technikmuseen in Sinsheim oder Speyer, die ganze Flugzeuge oder U-Boote zum Begehen ausstellen.

Besondere Orte

Wenn ihr einmal alle Sinne erleben möchtet, dann kann ich Schloss Freudenberg in Wiesbaden ans Herz legen. Hier gibt es Überraschungen für Augen, Ohren, Nase, über Tastsinn bis zum Geschmackssinn. Und viele weitere Sinne. Auch das Dialogmuseum in Frankfurt ist ein solch besonderer Ort, wird er doch von Blinden betrieben. Aber auch ganz kuriose und skurrile Orte können begeistern. In der Pfalz gibt es ein Kartoffelmuseum und im Mittelrheintal wartet das Nachttopfmuseum in Laudert oder zum Beispiel das Blüchermuseum in Kaub mit Hunderten von kleinen Zinnfiguren. Frankfurt wartet mit dem Hammermuseum auf, welches zu den skurrilsten weltweit gehören soll. Und nicht nur Kindern werden die Augen leuchten, wenn sie sich im Struwwelpeter-Museum in Frankfurt umschauen. Mainz bietet das Fastnachtsmuseum und in Wiesbaden kann man die alte „Räuberhöhle“, die Leichtweisshöhle an manchen Tagen in der Nähe des Nerobergs besichtigen. Gruseliger geht es im Foltermuseum in Rüdesheim zur Sache und das Beinhaus, eines der einmaligsten und grössten in Deutschland beeindruckt in Oppenheim in Rheinhessen. In Rheinhessen wartet noch ein anderes Ziel, welches sehr zum Nachdenken anregt in Form des ehemaligen Konzentrationslagers von 1933/34 in Osthofen.

Ihr seht: tolle Museen gibt es Hunderte in und rund um Rhein-Main. Und vor allem über alle möglichen Themen. Hier im Artikel gibt es nur Hinweise und Anregungen. Auf dem Hautportal mit der Landkarte findet Ihr weit über 500 Museen in und rund um Rhein-Main. Einfach nur unter der „Suche“ Museen eingeben. Dort könnt Ihr auch weiter einschränken, z.B. Natur oder Technik oder Kunst. Eben dass, was Euch interessiert.

Viel Spass beim Erforschen und Entdecken, nicht nur bei Schlechtwetter.

 

Text: FREZETTI 2018