Römisches Mainz

Mainz gilt als eine der ältesten Städte Deutschlands mit über 2.000 Jahren und hiess zu römischer Zeit Mogontiacum. Als Hauptstadt von Obergermanien waren hier zeitweise 2-3 Legionen stationiert und es entstand dadurch auch eine bedeutende Zivil-Siedlung am Rhein gegenüber der Mainmündung.

Römisches Mainz

Bauherren in Mainz wissen ein Lied davon zu singen, wenn Baugruben ausgehoben werden und diese dann zunächst den Archäologen überlassen werden. Viele sehr bedeutende Einzelstücke sind erhalten, wenn auch nur leider bruchstückhaft und verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet.

Hier im Artikel gibt es eine kleine Auswahl an eindrucksvollen Bauwerken oder guten Rekonstruktionen, die einen kleinen Eindruck vom römischen Mainz vermitteln können. Wir fangen an in Zahlbach in der Nähe der heutigen Gutenberg-Universität Mainz. Hier sind Reste der Wasserversorgung in Form eines Aquädukts (siehe Bild oben) erhalten, auf welchem einst frisches Wasser vom Kilometer entfernten Finthen von den dortigen Quellen in das römische Zentrum geführt wurde.

Roemisches Theater in Mainz

An der anderen Ecke der Stadt, am ehemaligen Südbahnhof, heute Bahnhof „Römisches Theater“ stand einst das grösste Amphitheater nördlich der Alpen. Gladiatorenkämpfe gab es aber wohl zum Glück am Rhein nicht und das Theater wurde eher im heutigen Sinne benutzt. 

Drususstein auf der Zitadelle in Mainz

Drusustein, derzeit wird saniert ...

Wenn man ein wenig den Berg weiter hinaufgeht und durch das Tor der einstmals mächtigen Festungsanlage, der Zitadelle geht und dort den Hinweisschildern zum Stadthistorischen Museum folgt, findet man um die Ecke des Gebäudes den „Drusustein“. Einstmals ein mächtiges Bauwerk und Denkmal, welches von den damaligen Legionen zu Ehren des Feldherrn Drusus errichtet wurde. Der grosse Stein hat ein etwas verstecktes Plätzchen, aber durch die Rekonstruktions- Zeichnungen kann man sich durchaus einen guten Eindruck von der ehemaligen Grösse dieses Gedenksteins  vorstellen.

Museum für antike Schifffahrt in Mainz

Bild: Museum für antike Schifffahrt, RGZM, Mainz, R.Mueller (c)

Zurück geht es durch die Zitadelle, am Amphitheater vorbei und durch den Bahnhof. Einige Meter entfernt vom Kinocenter befindet sich das Museum für antike Schifffahrt“, in welchem unter anderem die in den 1980er Jahren gefundenen Römerboote ausgestellt und teils in hervorragender Weise nachkonstruiert wurden. Die Rheinflotte diente im Wesentlichen der Sicherung der Grenzen und konnte in kurzer Zeit in Marsch gesetzt werden. Im Museum werden aber darüber auch Techniken und der Schiffsbau der Antike eindrucksvoll dargestellt.

Heiligtum Isis und Mater Magna in Mainz

Läuft man vom Museum durch die südliche Altstadt, links am Dom vorbei, kommt man in der Fussgängerzone durch das Einkaufszentrum „Römerpassage“. Unterirdisch wurde beim Neubau des Einkaufszentrums ein in Deutschland einmaliges Heiligtum entdeckt, welches tagsüber auch kostenfrei besichtigt werden kann. Das Heiligtum der ISIS und MATER MAGNA, deren Gottheit wohl ursprünglich aus dem orientalischen Raum ca. im 1. Jahrhundert nach Christus an den Rhein kam.

Weiter geht’s zur Peterskirche, eine sehr beeindruckende Kirche mit den Zwiebeltürmen und fantastischen Malereien aus der Barockzeit im Innenraum. Links kommt man am Landesmuseum Mainz vorbei, welches durch das goldene Ross auf dem Dach gut zu erkennen ist. Im Inneren werden bedeutende Funde aus römischer Zeit der Region ausgestellt, wie zum Beispiel die in Deutschland ebenfalls einmalige Jupitersäule. Aber auch Kunst und Mittelalter aus regionaler Sicht kommen hier gut zur Geltung.

Dativius Victor Bogen in Mainz

Einige Meter weiter auf der Strasse in Blickrichtung Christuskirche, ebenfalls eine beeindruckende Kirche im italienischen Stile findet man den Dativius-Viktor-Bogen. Einst eines der Eingangstore in die Stadt. Und unseren kleinen Rundgang können wir am Schloss gleich hier um die Ecke beenden, im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum, einem der bedeutendsten Museen in Deutschland für römische Geschichte.

Weitere bedeutende Funde findet man zum Beispiel in Weisenau an der römischen Gräberstrasse. In der damaligen Zeit war es üblich, an bedeutenden Strassen reiche Kaufleute zu beerdigen. Aber neben den Grabstätten siedelten sich auch Zivilbetriebe hier an, wie es z.B. durch eine grosse Keramik- und Töpferwerkstatt gut belegt ist.

Einfach ein wenig Zeit mitbringen und vor allem viel geschichtliches Interesse beim Erkunden des römischen Mainz. Eines der bedeutendsten Zentren der römischen Kultur auf germanischem Boden …

 

Adresse:
Verschiedene Standorte
Eine Auswahl / Links im Internet, z.B.
http://roemisches-mainz.de/

oder auch auf FREZETTI-Portal (mit der Landkarte, Text wegklicken, ggf. auf Desktop "Römer" eingeben)

 

 Strausswirtschaften im Rheingau und in Rheinhessen 

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